Der Bahnhof

Neben den Fotos von Franz Klänelschen sind viele Aufnahmen über die Facebookgruppe “Wenn Du in Dinklage aufgewachsen bist, …” von Beate Nordhoff auf diese Seite gelangt.

(Bild anklicken, dann mit Pfeiltasten navigieren, dort mit rechter Maustaste “Graphik anzeigen” klicken.)

Auf der Wikipedia Seite Kleinbahn Lohne-Dinklage kann man lesen:

Schon im Jahr 1885 bildete sich in Dinklage ein Eisenbahncomité. Nachdem die Bahnstrecke Delmenhorst–Osnabrück 1885 Lohne erreicht hatte, vermaß die Großherzoglich Oldenburgische Staatseisenbahnen (GOE) die Strecke von Lohne nach Dinklage, die daraus erstellte Rentabilitätsrechnung war aber nicht mutmachend.

1901 wurde eine Denkschrift an die Staatsregierung gerichtet, die daraufhin Übernahme von 40 % der Baukosten zusagte. So wurde die Strecke im Auftrag der Gemeinde von der GOE gebaut und am 15. November 1904 eröffnet. Den Betrieb führte die jeweilige Staatsbahn, anfangs die GOE, zuletzt die Deutsche Bahn. Bei der Betriebseröffnung standen zwei Dampflokomotiven, zwei vierachsige Personenwagen, ein Post/Gepäckwagen und zwei gedeckte Güterwagen zur Verfügung. Der Bau kostete 446.922,89 Mark. Anfangs fuhren sechs Zugpaare täglich, die Fahrzeit betrug zwanzig Minuten. Teilweise verkehrten die Züge später über Lohne hinaus nach Vechta, um den Anschlusszug von Vechta über Ahlhorn nach Oldenburg zu bekommen.

1886 und 1906 hatten sich schon Interessenten zusammengeschlossen, um den Ausbau der Bahnstrecke von Celle über Schwarmstedt-Nienburg-Sulingen-Diepholz-Lohne-Dinklage nach Quakenbrück zu fördern. In einer Resolution wurde einstimmmig entschlossen, dass zunächst nur die Strecke Diepholz-Lohne-Dinklage-Quakenbrück in Frage kommen könne.

1907 wurde das stattliche Empfangsgebäude in Dinklage fertig gestellt. Zum Osten hin war ein Güterschuppen angebaut. Der Bahnhof Dinklage verfügte über ein Bahnsteiggleis, ein Umfahrgleis und ein Ladegleis mit Kopframpe am Güterschuppen, auch ein Lokschuppen war vorhanden. Es gab einen Gleisanschluss der Fa. Bernard Holthaus mit eigener Werkslok.

Durch Krieg und wirtschaftliche Lage wurde der Zugverkehr reduziert, meist waren es nur noch drei Zugpaare täglich.

Nach knapp fünfzig Jahren wurde der Personenverkehr am 22. Mai 1954 eingestellt. Die Dampfloks wurden 1955 abgestellt, die Bedienung erfolgte nun durch die Kleinlok des Bahnhofes Lohne. Nach Abzug der Bahnhofslok in Lohne 1990 Bedienung durch die Streckenlok der Strecke Hesepe-Delmenhorst.

Zum 31. Juli 1977 wurde die Strecke in ein Bahnhofsgleis des Bahnhofes Lohne umgewandelt. Der öffentliche Güterverkehr hielt sich noch bis zum 1. Juni 1999, danach stellte DB Cargo trotz bestehender Verträge den Güterverkehr auf der Strecke Vechta–Hesepe und damit auch nach Dinklage ein. Die Stadt Dinklage suchte daraufhin nach einem neuen Betreiber und stellte Mittel für die Sanierung der Bahnstrecke bereit. Güterkunden in Dinklage waren die Maschinenfabrik und ein Landhandel und Futtermittelwerk, das Anfang der 1960er Jahre ein eigenes Ladegleis erhielt und bis zuletzt mit jährlich ca. 50.000 t auf der Schiene beliefert wurde. Bis 1985 wurde bei der Kleinbahn noch ein Betriebsüberschuss erzielt.

Im August 2002 baute die DB die Anschlussweiche in Lohne aus. Am 15. Dezember 2003 beschloss der Rat der Stadt Dinklage, den Kleinbahnbetrieb aufzulösen.

Inzwischen sind die Gleisanlagen abgebaut worden. Auf der Trasse, die bis auf wenige hundert Meter als Radweg hergerichtet wurde, können heute Radfahrer, weitestgehend unbehelligt von Abgasen, auf direktem Weg von Lohne nach Dinklage gelangen. Der Bahnhof Dinklage ist renoviert worden; seine Räume werden vom Mischfutterwerk Bröring als Labor benutzt. Weiterer Nutznießer des alten Bahnhofgebäudes ist der Heimatverein Herrlichkeit Dinklage, der hier stilgerecht etliche Räume nutzt.

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2 Kommentare

2 Gedanken zu „Der Bahnhof

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